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O-Ring Lexikon

Zugversuch

Der Zugversuch ist das genormte Prüfverfahren, mit dem die mechanischen Eigenschaften eines Elastomers unter Zugbelastung bestimmt werden. Aus ihm stammen Kennwerte wie Zugfestigkeit und Bruchdehnung.

Was ist der Zugversuch?

Im Zugversuch wird ein genormter Probekörper, meist ein Stab oder eine Hantel, in eine Prüfmaschine eingespannt und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auseinandergezogen, bis er reißt. Dabei werden Kraft und Längenänderung kontinuierlich gemessen. Für Elastomere ist die Prüfung in der DIN 53504 beziehungsweise der ISO 37 geregelt. Aus dem Versuch ergeben sich mehrere Kennwerte: die Zugfestigkeit, die Bruchdehnung und die Spannungswerte bei festgelegten Dehnungen, etwa der Spannungswert bei 100 Prozent Dehnung.

Warum der Zugversuch bei O-Ringen wichtig ist

Der Zugversuch liefert die mechanischen Grundkennwerte, die in jedem Werkstoffdatenblatt stehen. Sie erlauben den Vergleich verschiedener Mischungen und die Beurteilung, ob ein Werkstoff die Beanspruchung bei Montage und Betrieb verträgt. Auch zur Qualitätssicherung wird der Zugversuch herangezogen, um die Gleichmäßigkeit der Produktion zu prüfen. Für die spätere Dichtfunktion sind die Zugkennwerte allerdings nur ein Baustein neben Druckverformungsrest, Härte und Medienbeständigkeit.

Das Wichtigste in Kürze
  • Genormtes Prüfverfahren nach DIN 53504 oder ISO 37.
  • Liefert Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Spannungswerte.
  • Grundlage für Werkstoffvergleich und Qualitätssicherung.

Die im Zugversuch ermittelten Kennwerte je Mischung finden Sie in unseren Datenblättern. Den passenden Werkstoff für Ihre Anwendung finden Sie im Sortiment.

Zu den Datenblättern →
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