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O-Ring Lexikon

Normprobe

Eine Normprobe ist ein genormter Prüfkörper, an dem Werkstoffkennwerte wie Härte, Zugfestigkeit oder Dehnung ermittelt werden. Sie macht Messwerte vergleichbar und reproduzierbar.

Was ist eine Normprobe?

Viele Werkstoffeigenschaften lassen sich am fertigen O-Ring nicht zuverlässig messen, weil die runde Schnur und kleine Querschnitte die Prüfung verfälschen. Deshalb werden die Kennwerte an genormten Prüfkörpern bestimmt, den Normproben. Das sind zum Beispiel Normplatten für die Härtemessung oder Schulterstäbe für den Zugversuch, mit definierten Maßen nach der jeweiligen Norm. Aus demselben Compound gefertigt, geben sie die Materialeigenschaften wieder, ohne dass die Bauteilform das Ergebnis stört.

Warum die Normprobe bei O-Ringen wichtig ist

Nur an Normproben gemessene Werte sind über Werkstoffe und Hersteller hinweg vergleichbar. Datenblattangaben zu Härte, Zugfestigkeit oder Reißdehnung beziehen sich daher meist auf die Normprobe, nicht auf den einzelnen O-Ring. Das ist wichtig für die Bewertung: Ein am runden Ring gemessener Härtewert kann abweichen, ohne dass der Werkstoff schlechter ist. Wer Datenblätter vergleicht, sollte daher wissen, dass die Werte aus genormten Prüfkörpern stammen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Normprobe ist ein genormter Prüfkörper für Werkstoffkennwerte.
  • Sie macht Härte, Zugfestigkeit und Dehnung vergleichbar.
  • Datenblattwerte beziehen sich meist auf die Normprobe, nicht auf den Ring.

Die Kennwerte je Mischung finden Sie in den jeweiligen Datenblättern. Den passenden Werkstoff finden Sie in unserem Sortiment.

Zu den Datenblättern →
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