O-RING TABELLEN | AUSLEGUNG EINFACH ERKLÄRT

Die wichtigsten O-Ring Tabellen auf einen Blick

Die Verwendung von O-Ring Tabellen bringt Standardisierung und damit Sicherheit.

Egal ob bei der Auslegung eines technischen Systems oder bei der Ersatzbeschaffung im Rahmen von Wartung und Reparatur: Es bringt deutliche Vorteile, auf normgerechte O-Ringe zu setzen. 

Selbst die Umrüstung bestehender Maschinen oder Anlagen auf genormte O-Ringe kann sich durch geringere Folgekosten lohnen. 

Dabei gilt es jedoch eins zu beachten: Je nach Region auf der Welt, Industrie oder Anwendungszweck dominieren verschiedene O-Ring Normen mit eigenen Größentabellen. Hier bekommen Sie den Überblick über die gängigen Normen und ihre Besonderheiten.

O-Ring Tabelle

Größenbeispiel

Herkunft

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AS568

12,42 x 1,78 mm

Amerika

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ISO 3601

12,42 x 1,78 mm

International

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BS 1806

12,42 x 1,78 mm

Großbritannien

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BS 4518

29,6 x 2,4 mm

Großbritannien

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SMS 1586

17,3 x 2,4 mm

Schweden

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JIS B2401

34,4 x 3,1 mm

Japan

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NFT 47-501

32,5 x 2,65 mm

Frankreich

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Generisch / Metrisch

20 x 2 mm

International

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#1 AS568 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 12,42 x 1,78 mm
Schnurstärkenbeispiele: 
1,78 | 2,62 | 3,53 | 5,33 | 6,99

Die Society of Automotive Engineers (SAE) hat die Maßtabelle für O-Ringe erstmalig im Jahr 1971 veröffentlicht. 

Seitdem hat es mehrere Neufassungen gegeben, wobei derzeit die Revision F die gültige Ausgabe darstellt. In der Praxis ist diese Unterscheidung jedoch nicht von besonderer Relevanz, da die O-Ring Größen gemäß der Tabelle keine Veränderung erfahren haben.

Die Norm stellt einen Standard für die Luftfahrt dar und bezieht sich auf O-Ringe für Dichtungsanwendungen und Rohrverschraubungen mit geradem Gewinde. 

O-Ringe nach AS568 sind mit Schnurstärken von ca. 1,02 mm bis 6,99 mm und Innendurchmessern von bis zu ca. 660 mm verfügbar. Die Definition in Inch bzw. Zoll ist jedoch führend. 

Auch in Regionen mit einem vorherrschenden metrischen System kann es aufgrund der problemlosen Verfügbarkeit der O-Ringe sinnvoll sein, Abdichtungen nach dieser Norm auszulegen. O-Ringe aus der AS568-Tabelle sind in vielen unterschiedlichen Werkstoffen erhältlich. 

Mit der letztgültigen Fassung der ISO3601 entsprechen sich die Querschnittsdurchmesser nach AS568 bis auf Abweichungen im Bereich von hundertstel Millimetern.

#2 ISO 3601 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 12,42 x 1,78 mm
Schnurstärkenbeispiele: 
1,78 | 1,8 | 2,62 | 2,65 | 3,53| 3,55 | 5,3 | 5,33 | 6,99

Die ISO 3601 umfasst in ihrer letzten Fassung weit mehr als nur eine Tabelle genormter O-Ring Größen. 

Während zulässige Oberflächenabweichungen (Teil 3) schon länger Bestandteil der Norm waren, regelt Teil 5 nun noch weitere Themenbereiche. 

Mit dieser Ergänzung deckt die O-Ring Norm auch Rezepturen und Qualitätsanforderungen an O-Ringe ab. Dafür bezieht sich die Norm vor allem auf den Vulkanisierungsgrad, der sich mittels Härte und Druckverformungsrest bestimmen lässt. 

Damit stellt die Norm ein umfassendes Regelwerk für die Verwendung von O-Ringen dar:

  • Teil 1: Abmessungen
  • Teil 2: Einbauräume
  • Teil 3: Oberflächenfehler
  • Teil 4: Stützringe
  • Teil 5: Werkstoffe

Mit diesen Regelungsbereichen sind die wesentlichen Einflussfaktoren für ein funktionierendes Dichtungssystem abgedeckt. Daneben enthält ISO 3601 auch Teil 4, der sich jedoch mit dem Einsatz von Stützringen beschäftigt.

#3 BS 1806 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 12,42 x 1,78 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,78 | 2,62 | 3,53 | 5,33 | 6,99

Diese britische Norm enthält eine Tabelle mit Zollabmessungen für Innendurchmesser und Querschnittsdurchmesser von O-Ringen. 

Die Norm umfasst fünf Gruppen von O-Ring-Querschnitten, die sich mit AS568 decken. 

Darüber hinaus definiert die Tabelle von BS 1806 jedoch noch weitere dazwischenliegende Größen.

#4 BS 4518 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 29,6 x 2,4 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,6 | 2,4 | 3,0 | 5,7 | 8,4

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine britische Norm. Die Größentabelle für O-Ringe bezieht sich in diesem Fall jedoch auf metrische Maße. 

Jede O-Ring Dimension erhält als Kennzeichen eine ID, die sich aus dem jeweiligen Innendurchmesser (Angabe vierstellig in zehntel Millimeter) und dem Querschnitt (ebenfalls in zehntel Millimeter) zusammensetzt. 

Getrennt werden beide Maße durch einen Bindestrich, sodass die Referenz 0031-16 einen O-Ring mit einem Innendurchmesser von 3,1 mm und einer Schnurstärke von 1,6 mm bezeichnet. 

Insgesamt umfasst die Tabelle 203 verschiedene Größen. 1,6 mm ist gleichzeitig die kleinste Schnurstärke in der bis 8,4 mm reichenden Tabelle.

#5 SMS 1586 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 17,3 x 2,4 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,6 | 2,4 | 3,0 | 5,7 | 8,4

SMS 1586 ist der schwedische mechanische Standard (Sveriges Mekanstandardisering) für O-Ringe. 

Die Kennzeichnung der Größen aus der Maßtabelle erfolgt im Format ID x C/S. Dabei steht ID für den Innendurchmesser in Millimeter, C/S für den Querschnittsdurchmesser in Millimeter. In dieser Hinsicht deckt sich die Norm mit DIN 3771. 

Zusätzlich führt SMS 1586 zwei anwendungsbezogene Kennzeichnungen für O-Ringe ein:

  • D: statische und dynamische Anwendungen
  • S: nur für statische Anwendungen

#6 JIS B2401 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 34,4 x 3,1 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,5 | 2 | 2,4 | 3,1 | 5,7 | 8,4 | 10,0

Bei der Norm JIS B2401 handelt es sich um den japanischen Industriestandard für O-Ringe. 

Die Tabelle enthält sowohl eine Serie von O-Ringen in metrischen als auch in zölligen Abmessungen. 

Was die metrischen Dimensionen angeht, so beinhaltet die Norm die O-Ring Größen gemäß der Tabelle von ISO 3601.

#7 NFT 47-501 | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 32,5 x 2,65 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,8 | 2,65 | 3,55 | 5,3 | 7,0

Die Maßtabelle der französischen Norm ähnelt ISO 3601. 

Zusätzlich umfasst sie Teile von DIN 3771, die sich auf O-Ringe für die Fluidtechnik mit besonderer Maßgenauigkeit bezieht. 

Über diese Normen hinausgehend, enthält NF T 47-501 einige spezifische Bezeichnungen für Klassen von O-Ringen.

#8 Generische / Metrische Abmessungen | O-Ring Tabellen

Größenbeispiel: 20 x 2 mm
Schnurstärkenbeispiele: 1,0 | 1,5 | 2,0 | 2,5 | 3,0 | 3,5

Neben den Größentabellen spezifischer Normen lassen sich O-Ringe auch in generischen metrischen Größen beziehen. 

Diese können zwar einer Standardgröße aus einer oder mehreren Tabellen entsprechen, müssen es aber nicht. Obwohl es sich nicht zwangsläufig um O-Ringe in genormten Dimensionen handelt, ist die Verfügbarkeit grundsätzlich gut. 

Das liegt daran, dass O-Ring Hersteller auf breiter Basis über die entsprechenden Werkzeuge für die Herstellung verfügen. Gängig ist auch hier die Kennzeichnung im Format C/S x ID.

#9 Vorteile von genormten O-Ring Tabellen

Genormte O-Ringe sollten überall wo möglich zum Einsatz kommen. Preis, Verfügbarkeit und eine zuverlässig hohe Qualität sprechen für standardisierte Dichtungselemente.

  • Preis: O-Ringe von Normlisten werden in großen Stückzahlen mit wirtschaftlichen Fertigungsverfahren hergestellt. Hersteller verfügen über die notwendigen Werkzeuge und sind auf den Bedarf eingestellt. So können etwa auch O-Ringe aus besonders hochwertigen Werkstoffen zu attraktiven Konditionen angeboten werden.

  • Verfügbarkeit: Der ungünstigste Fall tritt ein, wenn ein O-Ring plötzlich versagt und während dem laufenden Betrieb einer technischen Anlage seine Dichtwirkung verliert. Doch auch für geplante Wartungen spielt die kurzfristige Verfügbarkeit der Dichtungselemente eine wichtige Rolle. Schließlich sollten möglichst neue O-Ringe ohne lagerungsbedingte Vorschäden oder ähnliches zum Einsatz kommen. Gängige O-Ringe von Normlisten sind kurzfristig verfügbar und in der Regel sogar ab Lager lieferbar.

  • Qualität: Die Herstellung von O-Ringen in Sondergrößen erfordert spezielle Werkzeuge oder abweichende Prozesse. Dabei ist es deutlich schwieriger, für ebenso stabile Produktionsbedingungen zu sorgen, wie bei der Routineproduktion von genormten O-Ringen. Das macht sich auch bei der Qualität und dementsprechend der Zuverlässigkeit der O-Ringe bemerkbar. O-Ringe in genormten Größen weisen daher tendenziell geringere Toleranzen und bessere Werkstoffeigenschaften auf.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir unser Wissen mit der Welt teilen sollten. Ich hoffe, dass ich alle Ihre Fragen beantworten konnte. Sollten Sie noch Fragen haben, dann können Sie sich jederzeit gerne bei uns melden. Wir helfen Ihnen gerne weiter.“

Luke Williams
Luke Williams

Herr der O-Ringe
Autor der Dichtungsakademie

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