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O-Ring Lexikon

Statische Anwendung

Bei einer statischen Anwendung dichtet der O-Ring zwischen zwei Bauteilen ab, die sich relativ zueinander nicht bewegen. Das ist der häufigste und unkritischste Einsatzfall für O-Ringe.

Was ist eine statische Anwendung?

In einer statischen Anwendung stehen die abzudichtenden Bauteile fest zueinander, etwa bei einer verschraubten Flanschverbindung oder einem Deckel. Der O-Ring wird einmal verpresst und bleibt danach in Position. Es gibt keine dauernde Relativbewegung, die den Ring abnutzt. Das Gegenstück ist die dynamische Anwendung, bei der sich Bauteile gegeneinander bewegen, wie bei Stangen- und Kolbendichtungen. Statische Anwendungen lassen sich nach der Kraftrichtung weiter in radiale und axiale Einbauformen unterteilen.

Warum die statische Anwendung bei O-Ringen wichtig ist

Weil keine Bewegung auftritt, spielt der Reibungskoeffizient kaum eine Rolle und der Verschleiß ist gering. Im Vordergrund stehen die richtige Verpressung, die Medien- und Temperaturbeständigkeit des Werkstoffs sowie das Spaltmaß zur Vermeidung von Spaltextrusion bei Druck. Statische Dichtungen erlauben oft eine höhere Verpressung als dynamische, weil keine Reibung begrenzt. Die Auslegung ist dadurch in der Regel einfacher, die Werkstoffwahl nach Medium und Temperatur bleibt aber genauso wichtig.

Das Wichtigste in Kürze
  • Statische Anwendung: keine Relativbewegung der abgedichteten Bauteile.
  • Häufigster und unkritischster O-Ring-Einsatzfall, Gegenstück zur dynamischen Anwendung.
  • Verpressung, Beständigkeit und Spaltmaß stehen im Vordergrund.

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