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O-Ring Lexikon

Flanschdichtung

Eine Flanschdichtung dichtet die Verbindung zwischen zwei verschraubten Flanschen ab. O-Ringe übernehmen diese Aufgabe als statische Dichtung in einer Nut der Flanschfläche.

Was ist eine Flanschdichtung?

Bei einer Flanschverbindung werden zwei Bauteile, etwa Rohrenden oder Gehäusehälften, mit ihren ebenen Stirnflächen aneinandergeschraubt. Der O-Ring liegt dabei in einer Nut der Flanschfläche und wird beim Verschrauben axial verpresst. Es handelt sich um eine statische Dichtung, weil sich die Bauteile im Betrieb nicht gegeneinander bewegen. Die Verpressung entsteht durch die Schraubenkraft, die die Flansche zusammenzieht.

Warum die Flanschdichtung bei O-Ringen wichtig ist

Flanschverbindungen finden sich in Rohrleitungen, Pumpen, Ventilen und Gehäusen quer durch die Industrie. Der O-Ring muss dort Druck, Temperatur und Medium dauerhaft standhalten. Die Werkstoffwahl richtet sich nach dem Einsatzfall: FKM für viele industrielle Medien, FFKM für hohe Temperaturen und chemisch anspruchsvolle Anwendungen. Entscheidend sind außerdem die richtige Nuttiefe für eine ausreichende Verpressung und ein sauberer Zustand der Dichtflächen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Flanschdichtung dichtet zwei verschraubte Flansche statisch ab.
  • Der O-Ring liegt in einer Nut und wird axial durch die Schraubenkraft verpresst.
  • Werkstoff und Nutmaße richten sich nach Druck, Temperatur und Medium.

Den passenden Werkstoff für Ihre Flanschverbindung finden Sie in unserem Sortiment, etwa FKM oder FFKM. Rechnen Sie Ihre Nut sicher aus mit unserer Nutberechnung.

Zur Nutberechnung →
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Fertigungstoleranzen

Fertigungstoleranzen sind die zulässigen Maßabweichungen eines O-Rings vom Sollmaß. Sie legen fest, wie genau Innendurchmesser, Schnurstärke und weitere Maße eingehalten werden.

Was sind Fertigungstoleranzen?

Kein Bauteil lässt sich exakt auf den Sollwert fertigen. Fertigungstoleranzen geben deshalb an, innerhalb welcher Grenzen ein Maß liegen darf, damit der O-Ring noch als maßhaltig gilt. Für O-Ringe sind diese Toleranzen in Normen geregelt, etwa für Innendurchmesser und Schnurstärke. Auch Kennwerte wie Härte und Dichte werden mit Toleranzen angegeben, im NH-Sortiment die Härte mit ±5 Shore und die Dichte mit ±0,03 g/cm³.

Warum Fertigungstoleranzen bei O-Ringen wichtig sind

Die Toleranzen entscheiden darüber, ob ein O-Ring sicher in seinen Einbauraum passt und die geplante Verpressung erreicht. Liegt die Schnurstärke am unteren Toleranzrand, fällt die Verpressung geringer aus, liegt sie am oberen Rand, steigt sie. Für die Auslegung der Nut sollten daher immer die Toleranzen des O-Rings und des Einbauraums gemeinsam betrachtet werden. So bleibt die Dichtung auch in den ungünstigsten Maßkombinationen funktionsfähig.

Werte im NH-Sortiment

  • Härte: ±5 Shore
  • Dichte: ±0,03 g/cm³ (Ausnahme FKMEX40, Dichte auf Anfrage)
Das Wichtigste in Kürze
  • Fertigungstoleranzen sind die zulässigen Abweichungen vom Sollmaß.
  • Sie beeinflussen die Verpressung und damit die Dichtwirkung.
  • Toleranzen von O-Ring und Einbauraum gehören in der Auslegung zusammen.

Die maßgeblichen Toleranzen finden Sie in unserer Toleranzübersicht. Rechnen Sie Ihre Nut sicher aus mit unserer Nutberechnung.

Zur Nutberechnung →
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