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O-Ring Lexikon

Dynamische Anwendungen

Dynamische Anwendungen sind Einsätze mit Relativbewegung zwischen O-Ring und Bauteil, etwa an Kolben oder Stangen. Sie stellen höhere Anforderungen als statische Dichtungen.

Was sind dynamische Anwendungen?

Bei dynamischen Anwendungen bewegt sich eine Dichtfläche relativ zum O-Ring, durch Hub, Drehung oder Schwingung. Typische Fälle sind Kolben- und Stangendichtungen in Zylindern. Im Unterschied zur statischen Anwendung, bei der die Teile zueinander ruhen, gleitet der O-Ring hier fortlaufend an einer Fläche entlang.

Warum dynamische Anwendungen bei O-Ringen wichtig sind

Die Bewegung erzeugt Reibung und Verschleiß. Der Werkstoff muss abriebfest sein, die Oberflächengüte der Dichtfläche und ein geeigneter Schmierfilm sind entscheidend, und die Verpressung darf nicht zu hoch sein, damit die Reibung beherrschbar bleibt. Eine zu glatte oder zu raue Fläche verkürzt die Standzeit. Auch die Werkstoffwahl unterscheidet sich von statischen Fällen, weil Gleiteigenschaften und Beständigkeit gegen mechanische Belastung in den Vordergrund rücken. PTFE-Werkstoffe bieten gute Gleiteigenschaften.

Das Wichtigste in Kürze
  • Dynamische Anwendungen haben Relativbewegung zwischen Ring und Bauteil.
  • Reibung, Verschleiß und Schmierfilm bestimmen die Standzeit.
  • Werkstoffwahl, Oberflächengüte und Verpressung müssen abgestimmt sein.

Den passenden Werkstoff für bewegte Dichtungen finden Sie in der Sortiment-Übersicht, die Verpressung legen Sie mit der Nutberechnung aus. Bei Fragen zur Auslegung werden Sie Kunde.

Zur Nutberechnung →
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