← Zurück zum O-Ring Lexikon
O-Ring Lexikon

Reibungskoeffizient

Der Reibungskoeffizient beschreibt, wie stark ein O-Ring an seiner Gegenfläche reibt. Er ist vor allem bei dynamischen Anwendungen entscheidend, in denen sich Bauteile relativ zueinander bewegen.

Was ist der Reibungskoeffizient?

Der Reibungskoeffizient ist ein Maß für den Bewegungswiderstand zwischen zwei aneinander gleitenden Flächen. Bei O-Ringen hängt er vom Werkstoff, von der Oberflächengüte der Gegenfläche, von der Verpressung und von der Schmierung ab. Ein hoher Reibungskoeffizient bedeutet hohen Bewegungswiderstand und mehr Verschleiß, ein niedriger Wert leichtgängige Bewegung. Vollmaterial-PTFE hat zum Beispiel von Natur aus sehr niedrige Reibung, während Elastomere höher reiben.

Warum der Reibungskoeffizient bei O-Ringen wichtig ist

In dynamischen Anwendungen wie Kolbendichtungen und Stangendichtungen bestimmt die Reibung die Losbrechkraft, den Verschleiß und die Lebensdauer der Dichtung. Zu hohe Reibung erzeugt Wärme, beschleunigt den Verschleiß und kann zu Stick-Slip führen, also ruckartiger Bewegung. Beeinflusst wird die Reibung über die Werkstoffwahl, die Oberflächengüte und die Verpressung. In statischen Anwendungen spielt der Reibungskoeffizient dagegen kaum eine Rolle.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Reibungskoeffizient misst den Bewegungswiderstand des O-Rings an der Gegenfläche.
  • Er ist vor allem für dynamische Anwendungen relevant.
  • Werkstoff, Oberflächengüte, Verpressung und Schmierung bestimmen seine Höhe.

Den passenden Werkstoff für Ihre Anwendung finden Sie in unserem Sortiment. Rechnen Sie Ihre Nut sicher aus mit unserer Nutberechnung.

Zur Nutberechnung →
NH O-RING GmbH & Co. KG 613 Bewertungen auf ProvenExpert.com