Polymerketten
Was sind Polymerketten?
Ein Polymer entsteht, wenn sich viele gleichartige Grundbausteine, die Monomere, zu langen Ketten verbinden. Bei einem O-Ring-Werkstoff liegen unzählige dieser Polymerketten vor. Durch die Vernetzung, das chemische Verknüpfen der Ketten untereinander, wird aus dem zähen Rohpolymer ein elastischer Festkörper. Welche Atome im Kettenrückgrat sitzen, entscheidet über die Eigenschaften. Die stark fluorhaltigen Ketten von FKM und FFKM sind zum Beispiel chemisch besonders stabil.
Warum Polymerketten bei O-Ringen wichtig sind
Das Verhalten eines O-Rings im Einsatz lässt sich auf den Kettenaufbau zurückführen. Die Beweglichkeit der Ketten bestimmt die Elastizität und die Rückstellkraft, ihre chemische Bindung die Medien- und Temperaturbeständigkeit. So erklärt sich, warum FFKM wie unser ECOLAST gegen nahezu alle Medien beständig ist und Dauereinsatztemperaturen bis +330 °C erlaubt, während andere Elastomere früher an Grenzen stoßen. Wer den Kettenaufbau versteht, versteht auch, warum die Werkstoffwahl über die Lebensdauer der Dichtung entscheidet.
- Polymerketten sind die langen Molekülstränge im Elastomer eines O-Rings.
- Vernetzung macht aus dem Rohpolymer einen elastischen, rückstellfähigen Werkstoff.
- Der Kettenaufbau bestimmt Elastizität, Temperatur- und Medienbeständigkeit.
Den passenden Werkstoff für Ihre Anwendung finden Sie in unserem Sortiment. Die chemische Beständigkeit prüfen Sie je Werkstoff im Medienbeständigkeits-Tool.
