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O-Ring Lexikon

Vernetzung

Vernetzung ist die chemische Verbindung der Polymerketten zu einem festen, elastischen Netzwerk. Erst durch sie wird aus dem rohen Werkstoff ein belastbarer O-Ring.

Was ist die Vernetzung?

Bei der Vernetzung werden die langen Polymerketten des Werkstoffs durch chemische Brücken miteinander verbunden. Aus einer plastischen, formbaren Masse entsteht so ein elastisches Material, das nach einer Verformung wieder in seine Ausgangsform zurückkehrt. Bei Elastomeren erfolgt die Vernetzung im Zuge der Vulkanisation, üblicherweise unter Wärme und Druck im Werkzeug. Ein abschließendes Tempern kann die Vernetzung vervollständigen und die Eigenschaften stabilisieren.

Warum die Vernetzung bei O-Ringen wichtig ist

Der Grad und die Gleichmäßigkeit der Vernetzung bestimmen wesentliche Eigenschaften der Dichtung: Elastizität, Rückstellkraft, Druckverformungsrest und Medienbeständigkeit. Eine unvollständige Vernetzung führt zu weicherem Verhalten, höherer bleibender Verformung und schlechterer Beständigkeit. Für Hochleistungswerkstoffe wie FFKM und FKM ist eine sorgfältig geführte Vernetzung daher die Voraussetzung für die hohe Belastbarkeit, die diese Familien auszeichnet.

Das Wichtigste in Kürze
  • Vernetzung verbindet die Polymerketten zu einem elastischen Netzwerk.
  • Sie macht aus dem rohen Werkstoff einen rückstellfähigen, belastbaren O-Ring.
  • Grad und Gleichmäßigkeit prägen Elastizität, Rückstellkraft und Beständigkeit.

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