Bruchdehnung
Was ist die Bruchdehnung?
Die Bruchdehnung, auch Reißdehnung genannt, ist ein Kennwert aus dem Zugversuch. Ein genormter Probekörper wird gleichmäßig gezogen, bis er reißt. Die Längenänderung im Moment des Bruchs, bezogen auf die Ausgangslänge, ergibt die Bruchdehnung in Prozent. Ein Wert von 200 Prozent bedeutet, dass sich die Probe bis zum Bruch auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Länge dehnen ließ. Die Bruchdehnung beschreibt damit die Dehnbarkeit des Elastomers, nicht seine Festigkeit.
Warum die Bruchdehnung bei O-Ringen wichtig ist
Für die Praxis ist die Bruchdehnung vor allem bei der Montage relevant. Ein O-Ring muss sich oft über eine Kante, einen Bund oder eine Welle ziehen lassen, ohne dabei zu reißen. Ein Werkstoff mit ausreichender Bruchdehnung verträgt diese kurzzeitige Überdehnung. Zugleich ist der Wert ein Indikator für den allgemeinen Zustand des Materials: Versprödet ein Elastomer durch Alterung oder Temperatur, sinkt die Bruchdehnung. Sie wird daher zusammen mit der Zugfestigkeit betrachtet, um die mechanische Belastbarkeit einzuschätzen.
- Die Bruchdehnung ist die Dehnung bis zum Reißen im Zugversuch, angegeben in Prozent.
- Sie beschreibt die Dehnbarkeit, nicht die Festigkeit des Werkstoffs.
- Ausreichende Bruchdehnung ist vor allem für die Montage über Kanten wichtig.
Die mechanischen Kennwerte je Mischung finden Sie in den Datenblättern. Den passenden Werkstoff für Ihre Anwendung finden Sie in unserem Sortiment.
