Abmessungsnormen
Was sind Abmessungsnormen?
Eine Abmessungsnorm ist ein festgelegtes Raster aus Innendurchmesser und Schnurstärke. Sie sorgt dafür, dass ein O-Ring eindeutig benannt und unabhängig vom Hersteller in der gleichen Geometrie nachbestellt werden kann. International gebräuchlich sind zwei große Systeme: die metrische Reihe nach ISO 3601, in der Innendurchmesser und Schnurstärke in Millimeter angegeben werden, sowie die zöllige Reihe nach AS568, die auf dem amerikanischen Markt verbreitet ist. Daneben existieren ältere nationale Reihen wie die DIN 3771, deren Inhalte heute weitgehend in der ISO 3601 aufgegangen sind.
Warum Abmessungsnormen bei O-Ringen wichtig sind
Für Konstrukteur und Einkäufer schafft eine Norm Eindeutigkeit. Wer einen O-Ring nach ISO 3601 oder AS568 spezifiziert, beschreibt die Geometrie ohne Spielraum für Missverständnisse. Das vermeidet Fehlbestellungen, erleichtert die Nutauslegung und macht Ersatzteile über Jahre hinweg reproduzierbar. Gerade bei der Umstellung zwischen zölligen und metrischen Reihen ist Sorgfalt gefragt: Ein zölliger Querschnitt entspricht selten exakt einem metrischen Wert, daher lohnt der Blick in die Tabelle vor jeder Substitution.
- Abmessungsnormen definieren Innendurchmesser und Schnurstärke nach einem festen Raster.
- Metrisch gilt ISO 3601, zöllig gilt AS568, die DIN 3771 ist weitgehend in die ISO aufgegangen.
- Eine eindeutige Norm verhindert Fehlbestellungen und sichert reproduzierbare Ersatzteile.
Die vollständigen Maßreihen finden Sie in unseren O-Ring-Tabellen. Passende Toleranzen entnehmen Sie der zugehörigen Übersicht.
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