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O-Ring Lexikon

Temperaturbeständigkeit

Die Temperaturbeständigkeit gibt an, in welchem Temperaturbereich ein O-Ring-Werkstoff dauerhaft dicht und funktionsfähig bleibt. Sie wird als unterer und oberer Einsatzwert angegeben.

Was ist die Temperaturbeständigkeit?

Jeder Dichtwerkstoff hat einen Bereich, in dem seine Eigenschaften stabil bleiben. Bei zu hoher Temperatur verliert ein Elastomer an Elastizität und Rückstellkraft, bei zu tiefer Temperatur wird es spröde und dichtet nicht mehr zuverlässig. Die Temperaturbeständigkeit benennt die Grenzen dieses Fensters. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Werkstoffauswahl und hängt stark von der Polymerfamilie ab.

Warum die Temperaturbeständigkeit bei O-Ringen wichtig ist

Liegt die Betriebstemperatur außerhalb des Einsatzbereichs, altert die Dichtung schneller oder versagt. Die Auslegung sollte deshalb immer die höchste und niedrigste zu erwartende Temperatur berücksichtigen, einschließlich kurzzeitiger Spitzen. Die passende Familie zu wählen ist hier der entscheidende erste Schritt.

Einsatztemperaturen im NH-Sortiment

  • FKM: −25/+200 °C, in der Extreme-Type FKMEX40 bis −40/+225 °C
  • FFKM (ECOLAST): je nach Type bis +330 °C, in der Type NH5756HT bis +340 °C, Tieftemperatur-Type NH5760LT ab −40 °C
  • FEP-ummantelt: FEP-FKM −25/+205 °C, FEP-SIL −60/+205 °C
  • PTFE: −250/+250 °C
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Temperaturbeständigkeit nennt das Fenster, in dem der Werkstoff dauerhaft dichtet.
  • Zu heiß führt zu Versprödung der Funktion, zu kalt zu Versprödung des Materials.
  • Höchste und niedrigste Betriebstemperatur immer einplanen, auch Spitzen.

Den passenden Werkstoff für Ihren Temperaturbereich finden Sie in unserem Sortiment. Prüfen Sie zusätzlich die Beständigkeit je Werkstoff im Medienbeständigkeits-Tool.

Zum Beständigkeits-Tool →
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