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O-Ring Lexikon

Dekompression

Dekompression ist der schnelle Druckabfall in einer gasbelasteten Dichtung. Sie kann O-Ringe von innen aufreißen, wenn eingelagertes Gas zu rasch entweicht.

Was ist Dekompression?

Steht ein O-Ring unter hohem Gasdruck, dringt Gas in den Werkstoff ein und löst sich darin. Fällt der Druck schnell ab, dehnt sich das eingelagerte Gas aus und sucht einen Weg nach außen. Geschieht das zu rasch, entstehen im Inneren Blasen und Risse. Dieser Schadensmechanismus heißt explosive Dekompression, oft als RGD (Rapid Gas Decompression) bezeichnet. Er tritt vor allem in der Öl- und Gasindustrie sowie bei Gasanwendungen mit hohem Druck auf.

Warum Dekompression bei O-Ringen wichtig ist

Ein durch Dekompression geschädigter O-Ring verliert seine Dichtwirkung, ohne dass die Beschädigung von außen sofort sichtbar ist. Für Hochdruck-Gasanwendungen werden deshalb besonders widerstandsfähige Werkstoffe gewählt. Bei NH O-RING ist die ECOLAST FFKM-Type NH5901HT (90 ±5 Shore A, −15/+320 °C) speziell für Öl- und Gasanwendungen ausgelegt. Eine höhere Härte und eine geeignete Werkstoffstruktur erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Dekompressionsschäden.

Das Wichtigste in Kürze
  • Dekompression ist ein Schaden durch zu schnellen Druckabfall in Gasdichtungen.
  • Eingelagertes Gas reißt den O-Ring von innen auf.
  • Hochdruck-Gasanwendungen verlangen dafür ausgelegte Werkstoffe.

Den passenden Werkstoff für Hochdruck und Gas finden Sie in unserem FFKM-Sortiment und über das Medienbeständigkeits-Tool. Bei anspruchsvollen Anwendungen werden Sie Kunde.

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