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O-Ring Lexikon

Vakuumanwendungen

In Vakuumanwendungen dichten O-Ringe Systeme ab, in denen der Druck deutlich unter dem Umgebungsdruck liegt. Entscheidend sind geringe Ausgasung und stabile Rückstellkraft.

Was sind Vakuumanwendungen?

Bei Vakuumanwendungen herrscht im abzudichtenden Raum ein niedrigerer Druck als außen. Der O-Ring muss verhindern, dass Luft von außen in das System eindringt. Im Unterschied zu Druckanwendungen wirkt die Druckdifferenz hier in umgekehrter Richtung. Eine besondere Rolle spielt die Ausgasung: Der Werkstoff selbst darf möglichst wenig flüchtige Bestandteile an das Vakuum abgeben, da diese das erreichbare Endvakuum und die Prozesssauberkeit beeinträchtigen.

Warum die Werkstoffwahl bei Vakuumanwendungen wichtig ist

Für gutes Vakuum zählen eine geringe Ausgasung, ein niedriger Druckverformungsrest und eine zuverlässige Rückstellkraft, damit der O-Ring auch über lange Zeit am Dichtspalt anliegt. Hochleistungswerkstoffe wie FFKM bieten zudem eine sehr breite Medien- und Temperaturbeständigkeit, was bei Vakuumprozessen mit zusätzlichen thermischen oder chemischen Belastungen vorteilhaft ist. Eine sorgfältige Nutauslegung mit ausreichender, aber nicht übertriebener Verpressung unterstützt die Dichtheit.

Das Wichtigste in Kürze
  • In Vakuumanwendungen liegt der Innendruck unter dem Umgebungsdruck.
  • Geringe Ausgasung und stabile Rückstellkraft sind entscheidend.
  • FFKM eignet sich durch breite Beständigkeit für anspruchsvolle Vakuumprozesse.

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