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O-Ring Lexikon

Oberflächengüte

Die Oberflächengüte beschreibt, wie glatt oder rau die Dichtflächen und Nutwände sind, an denen ein O-Ring abdichtet. Sie wird über Rauheitskennwerte wie Ra und Rz angegeben und entscheidet wesentlich über Dichtwirkung und Verschleiß.

Was ist die Oberflächengüte?

Die Oberflächengüte fasst die mikroskopische Beschaffenheit einer bearbeiteten Fläche zusammen. Gemessen wird sie als Rauheit, üblich sind der Mittenrauwert Ra und die gemittelte Rautiefe Rz. Eine zu raue Fläche bietet Leckagepfade, an denen das Medium am O-Ring vorbei wandert. Eine zu glatte Fläche kann bei dynamischen Anwendungen die Schmierung erschweren und den Verschleiß erhöhen. Die geforderte Güte hängt also davon ab, ob die Dichtung statisch oder dynamisch arbeitet und gegen welches Medium sie abdichtet.

Warum die Oberflächengüte bei O-Ringen wichtig ist

Der O-Ring muss sich an die Gegenfläche anschmiegen, um abzudichten. Ist die Fläche zu rau, gleicht die Elastomerverpressung die Riefen nicht mehr vollständig aus und es entsteht Leckage. Bei Stangendichtungen und Kolbendichtungen läuft der O-Ring an der Gegenfläche entlang, hier verschleißt eine raue Oberfläche die Dichtung schnell. Eine sauber definierte Oberflächengüte ist deshalb Teil jeder Nut- und Einbauauslegung und steht meist gemeinsam mit den Oberflächentoleranzen in der Zeichnung.

Das Wichtigste in Kürze
  • Oberflächengüte beschreibt die Rauheit der Dicht- und Nutflächen, angegeben als Ra und Rz.
  • Zu rau bedeutet Leckage, zu glatt kann den Verschleiß bei dynamischer Bewegung erhöhen.
  • Die passende Güte richtet sich nach statischer oder dynamischer Anwendung.

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