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O-Ring Lexikon

Dauerhafte Verformung

Dauerhafte Verformung bezeichnet den Teil der Formänderung, der nach Entlastung eines O-Rings bestehen bleibt. Sie schwächt die Rückstellkraft und damit die Dichtwirkung.

Was ist dauerhafte Verformung?

Wird ein O-Ring im Einbauraum verpresst, verformt er sich. Nach dem Entlasten kehrt ein elastischer Werkstoff weitgehend in seine Ausgangsform zurück. Der Anteil, der nicht zurückkehrt, ist die dauerhafte Verformung. Sie wird über den Druckverformungsrest (DVR) als Prozentwert erfasst und nimmt mit höherer Temperatur, längerer Belastungsdauer und ungeeigneter Werkstoffwahl zu.

Warum dauerhafte Verformung bei O-Ringen wichtig ist

Ein O-Ring dichtet über seine Rückstellkraft: Er drückt dauerhaft gegen die Dichtflächen. Je größer die bleibende Verformung, desto weniger Kraft bleibt für diese Anpressung. Über lange Standzeiten und bei hohen Temperaturen kann die Dichtwirkung dadurch nachlassen, bis es zur Leckage kommt. Werkstoffe mit guter Rückstellung auch bei Hitze, etwa FFKM und FKM, behalten ihre Dichtfunktion länger. Für statische Dichtfälle mit Dauerlast ist eine geringe bleibende Verformung deshalb ein zentrales Auswahlkriterium.

Das Wichtigste in Kürze
  • Dauerhafte Verformung ist der Formanteil, der nach Entlastung bestehen bleibt.
  • Sie reduziert die Rückstellkraft und damit die Dichtwirkung.
  • Hohe Temperatur und lange Belastung verstärken den Effekt.

Welcher Werkstoff für Ihre Temperatur die beste Rückstellung bietet, klärt sich über die Datenblätter und das Medienbeständigkeits-Tool. Bei Fragen zur Auslegung werden Sie Kunde.

Zum Beständigkeits-Tool →
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