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O-Ring Lexikon

Cured-in-place (CIP)

Cured-in-place, kurz CIP, bezeichnet eine Dichtung, die direkt im Bauteil oder in der Nut ausgeformt und vernetzt wird. Im Unterschied zum klassischen O-Ring entsteht die Dichtung an Ort und Stelle.

Was ist Cured-in-place?

Bei einem Cured-in-place-Verfahren wird ein noch unvernetztes Material in die vorgesehene Nut oder Form eingebracht und dort ausgehärtet, also vernetzt. Die Dichtung nimmt so unmittelbar die Geometrie ihres Einbauraums an. Das unterscheidet CIP vom vorgefertigten O-Ring, der als fertiges Bauteil eingelegt wird. CIP-Dichtungen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn komplexe Dichtgeometrien gefordert sind oder eine vorgefertigte Ringform schwer zu montieren wäre.

Warum Cured-in-place bei O-Ringen wichtig ist

Für den Konstrukteur ist CIP eine Alternative zum eingelegten O-Ring, vor allem bei verwinkelten Dichtkonturen oder großen Stückzahlen in der Serienfertigung. Der Vorteil liegt in der genauen Anpassung an den Einbauraum und im Wegfall eines separaten Montageschritts für das Dichtelement. Dem stehen ein höherer Prozessaufwand und eine geringere Flexibilität beim Austausch gegenüber. Für die meisten Standardanwendungen bleibt der klassische O-Ring nach Norm die einfachere und flexiblere Lösung, gerade wenn ein schneller Ersatz ab Lager gefragt ist.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei CIP wird die Dichtung direkt im Bauteil ausgeformt und vernetzt, nicht eingelegt.
  • Das Verfahren eignet sich für komplexe Geometrien und große Serien.
  • Für Standardanwendungen bleibt der genormte O-Ring meist die flexiblere Wahl.

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