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O-Ring Lexikon

Verpressung

Die Verpressung ist die gezielte Zusammendrückung des O-Rings im Einbauraum. Sie erzeugt die Anpresskraft, die für eine dichte Verbindung nötig ist.

Was ist die Verpressung?

Die Verpressung, auch Pressung genannt, beschreibt, um wie viel die Schnurstärke des O-Rings im eingebauten Zustand zusammengedrückt wird, meist angegeben in Prozent der Schnurstärke. Wird der O-Ring in eine Nut eingelegt, deren Tiefe kleiner ist als die Schnurstärke, verformt er sich elastisch und drückt gegen die Dichtflächen. Diese Vorspannung ist die Grundlage der Dichtwirkung, schon bevor ein Mediendruck wirkt.

Warum die Verpressung bei O-Ringen wichtig ist

Eine zu geringe Verpressung dichtet nicht zuverlässig, eine zu hohe belastet den Werkstoff übermäßig, erhöht die Reibung und begünstigt einen hohen Druckverformungsrest. Die richtige Verpressung ist deshalb eine Abwägung, die von Anwendung, Werkstoffhärte und Spaltmaß abhängt. Statische und dynamische Anwendungen werden dabei unterschiedlich ausgelegt. Die korrekte Nuttiefe stellt die geplante Verpressung sicher.

Das Wichtigste in Kürze
  • Verpressung ist die Zusammendrückung der Schnur im Einbau, meist in Prozent.
  • Sie erzeugt die Vorspannung und damit die Grundlage der Dichtwirkung.
  • Zu wenig dichtet nicht, zu viel überlastet den Werkstoff.

Rechnen Sie Ihre Verpressung und Nut sicher aus mit unserer Nutberechnung. Die zulässigen Maßabweichungen sehen Sie in den O-Ring-Toleranzen.

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