Stossvulkanisieren
Was ist Stossvulkanisieren?
Statt einen O-Ring in einer Form zu pressen, wird beim Stossvulkanisieren eine endlose Elastomerschnur auf die nötige Länge geschnitten und zum Ring geschlossen. Die beiden Schnittenden werden unter Wärme und Druck stumpf, also stoßseitig, miteinander vulkanisiert. Dabei verbinden sich die Polymerketten an der Stoßstelle dauerhaft. Das Verfahren eignet sich besonders für große oder unrunde Abmessungen, für die kein eigenes Formwerkzeug wirtschaftlich wäre.
Warum Stossvulkanisieren bei O-Ringen wichtig ist
Für große Durchmesser oder Sonderabmessungen ist das Stossvulkanisieren oft die einzige wirtschaftliche Lösung, weil ein passendes Spritzgusswerkzeug zu teuer wäre. So lassen sich O-Ringe schnell und ohne hohe Werkzeugkosten herstellen. Die Stoßstelle ist allerdings eine konstruktive Besonderheit: Sie kann mechanisch und chemisch geringfügig anders belastbar sein als der übrige Ringquerschnitt. Für sehr hohe Anforderungen an Druck oder Medienbeständigkeit ist daher abzuwägen, ob ein formgepresster O-Ring die bessere Wahl ist.
- Stossvulkanisieren fügt einen O-Ring aus Schnur durch stumpfes Verschweißen der Enden.
- Wirtschaftlich vor allem für große und unrunde Abmessungen ohne Formwerkzeug.
- Die Stoßstelle ist eine konstruktive Schwachstelle gegenüber dem formgepressten Ring.
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