Stangendichtungen
Was ist eine Stangendichtung?
Bei der Stangendichtung sitzt der O-Ring in einer Nut im feststehenden Gehäuse und dichtet gegen die bewegte Kolbenstange ab. Die Stange läuft also an der inneren Dichtfläche des O-Rings entlang. Das Gegenstück ist die Kolbendichtung, bei der die Dichtung im bewegten Kolben sitzt und gegen die Zylinderwand abdichtet. Beide sind Formen der Radialdichtung, ergänzt um eine Bewegung. Stangendichtungen kommen häufig in Hydraulik- und Pneumatikzylindern vor.

Nutbreite und Nuttiefe je Schnurstärke für Flansch-, Kolben- und Stangendichtung, statisch und dynamisch.
Zur O-Ring Nutmaß-Tabelle →Warum Stangendichtungen bei O-Ringen wichtig sind
Weil sich die Stange bewegt, ist die Stangendichtung eine dynamische Anwendung. Hier zählen Reibungskoeffizient, Oberflächengüte der Stange und Verschleißfestigkeit des Werkstoffs besonders. Die Oberfläche der Stange muss fein genug sein, um die Dichtung nicht abzunutzen, und zugleich rau genug für einen tragenden Schmierfilm. Außerdem ist das Spaltmaß zwischen Stange und Gehäuse wichtig, um Spaltextrusion zu vermeiden. Eine saubere Auslegung von Nut, Spalt und Oberfläche entscheidet über die Lebensdauer der Dichtung.
- Stangendichtung: feststehende Dichtung im Gehäuse, bewegte Stange läuft hindurch.
- Gegenstück zur Kolbendichtung, beide sind dynamische Radialdichtungen.
- Reibung, Oberflächengüte und Spaltmaß bestimmen die Lebensdauer.
Rechnen Sie Ihre Nut sicher aus mit unserer Nutberechnung. Die passenden Maße finden Sie in unseren Tabellen.
