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O-Ring Lexikon

Tempern

Tempern ist eine kontrollierte Wärmebehandlung nach der Formgebung. Sie schließt die Vernetzung des Werkstoffs ab und stabilisiert dessen Eigenschaften.

Was ist Tempern?

Beim Tempern, auch Nachvernetzung oder Tempervorgang genannt, werden O-Ringe nach dem eigentlichen Formprozess über einen längeren Zeitraum gezielt erwärmt. Dieser zweite Wärmeschritt vervollständigt die chemische Vernetzung der Polymerketten und treibt flüchtige Bestandteile aus dem Material. Das Ergebnis ist ein Werkstoff mit stabileren mechanischen Eigenschaften, besserer Rückstellkraft und geringerem Druckverformungsrest. Tempern ist nicht mit Spaltextrusion zu verwechseln, die ein Schadensbild im Betrieb beschreibt, nicht einen Fertigungsschritt.

Warum Tempern bei O-Ringen wichtig ist

Gerade Hochleistungswerkstoffe wie FFKM und FKM erreichen ihre volle Beständigkeit und ihre niedrige bleibende Verformung erst nach sorgfältigem Tempern. Ein unzureichend getemperter O-Ring kann unter Temperatur und Druck früher nachlassen oder Stoffe an das Medium abgeben. Für Konstrukteure und Einkäufer ist Tempern deshalb ein stiller, aber wesentlicher Qualitätsfaktor, der über die Langzeitstabilität der Dichtung mitentscheidet.

Das Wichtigste in Kürze
  • Tempern ist eine Wärmebehandlung nach der Formgebung, auch Nachvernetzung genannt.
  • Es vervollständigt die Vernetzung und verbessert Rückstellkraft und Druckverformungsrest.
  • Nicht mit Spaltextrusion verwechseln, das ist ein Schadensbild, kein Fertigungsschritt.

Den passenden Hochleistungswerkstoff finden Sie in unserem Sortiment. Die Kennwerte je Mischung sehen Sie in den Datenblättern.

Zu den Datenblättern →
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